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36 Jahre Foto-Amateure Maintal
Am 22. Februar 1974 erscheint im "Bischofsheimer Anzeiger" eine kleine Annonce eines Bischofsheimer Bürgers: "Wer ist interessiert an der Mitbegründung eines Foto-Amateur-Clubs?" Kurze Zeit später fanden sich 8 begeisterte junge Fotografie-Enthusiasten zusammen und gründeten 1974 den Fotoclub "Foto-Amateure-Maintal". Einige Jahre später hatte der Club bereits 15 bis 20 Mitglieder und hat bis heute etwa diese Mitgliederzahl. Schon im ersten Jahr war es das Bestreben der Amateur-fotografen nicht nur unter sich mit Fotoarbeiten in Wettbewerb zu treten und fototechnische Erfahrungen auszutauschen, sondern sich auch in der Öffentlichkeit mit Arbeiten zu präsentieren. Zunächst arbeiteten die Fotografen mit Pfarrer Siebert der evangelischen Kirchengemeinde in Bischofsheim zusammen. Das Clubtreffen fand im Gemeindezentrum der evangelischen Kirche oder auch privat statt. Es wurden Collagen für das Monatsblatt "Begegnungen" der evangelischen Kirche angefertigt und dreimal im Jahr organisierte Pfarrer Siebert in der evangelischen Kirche in Bischofsheim eine Hobby-Künstler-Ausstellung mit einheimischen Künstlern, bei der sich der Club auch mit eigenen Ausstellungsfotos beteiligte. Im Jahre 1975 trat der Club dem deutschen Fotoamateur-verband VDAV (Verein deutscher Amateur-Fotografen), heute DVF (Deutscher Verband für Foto-grafie) bei. Ein Mitglied gab damals eine eigene Clubzeitung, den "Raster" heraus. Nachdem 1976 das Bürgerhaus in Maintal-Bischofsheim fertiggestellt wurde, erhielt auch der Fotoclub einen Raum im Bürgerhaus für die Clubabende. 1978. Am 10. bis 12. September 1978 veranstalteten die Foto-Amateure einen "Tag der offenen Tür" im Bürger-haus Maintal-Bischofsheim. Neben einer großen Foto-Ausstellung wurden Tonbild-schauen gezeigt, ein öffentlicher Dia-Wettbewerb für alle interessierten Besucher und eine Fotobörse veranstaltet. Eine solche Veranstaltung wird seitdem jedes Jahr im Herbst als "FAM-Tag" mit großer öffentlicher Resonanz durchgeführt. Von besonderer Bedeutung für den Club war die Wahl des neuen ersten Vorsitzenden Jürgen Eibich im Jahre 1980. Jürgen Eibich hat bis heute mit sehr viel Engage-ment und oft mit großem Verzicht an Freizeit den Club geleitet und sich für die Belange des Vereins eingesetzt. 1980 war auch das Jahr des 1100-jährigen Bestehens Bischofsheims. Die Foto-Amateure beteiligten sich hier an dem großen Festumzug mit einem Motivwagen, mit einer Attrappe einer alten Standkamera und mit einem Stand am Straßenfest. Hierzu wurden extra von Negativen aus dem Stadtarchiv Vergrößerungen mit alten Bischofs-heimer Motiven in nostalgischer Brauntönung angefertigt. Im Jahr 1987 präsentierten sich die Foto-Amateure Maintal zum 10. Mal mit dem FAM-Tag in der Öffentlich-keit. Der Club wollte zu diesem Anlass den Besuchern zusätzlich noch etwas Besonderes bieten. Helfried Weyer zeigt seine "Terravision" Tonbildvorträge, live gesprochen mit 6 Projektoren auf bis 100 qm Panorama-Bildwänden. Sein erster Vortrag an diesem FAM-Tag war "Island - Erinnerung an die Schöpfung" mit sehr eindrucksvollen Natur- und Landschaftsaufnahmen. Das Publikum war von seinen Bildern und seiner lebendigen, spannenden Vortragsweise begeistert. Auch in den nächsten Jahren war Helfried Weyer mit den Vorträgen "Tibet - der stille Ruf nach Freiheit", "USA - Fototräume im Westen", "Argentinien" und "Kreuzfahrt - hinter dem Horizont" ein Gast. 1991 wusste Jürgen Eibich mit seinen live gesprochenen Tonbildvorträgen "Botswana" und 1992 mit "Faszination Südamerika" das Publikum zu überzeugen. 1993 führte der Fotojournalist Rainer Harscher die Reihe der Diaschauen mit "Toskana und Venedig" fort. 1997 begeisterte Michael Martin das Publikum mit "Nil", einem inzwischen zum besten Live-Diavortrag Deutschlands ausgezeichneten Vortrag. In den folgenden Jahren begeisterten die Besten, der Diavortragsszene in Deutschland, sowie die eigenen Beiträge von Clubmitgliedern. Die FAM-Tage sind bis heute die Highlights eines jeden Jahres. Seit Bestehen des Clubs werden regelmäßig Fotorallyes ausgerichtet. Dabei waren und sind auch Nichtmitglieder willkommen. Obwohl die fotografischen Interessen der einzelnen Mitglieder sehr unterschiedlich sind, ist die Clubarbeit trotzdem von einem einheitlichen Bestreben nach perfekten Bildern geprägt. Bei den regelmäßigen Work-shops, Bildbesprechungen und Diskussionen wird die fotografische Sehweise weiter entwickelt. Immer geprägt durch die hohe aktive Mitarbeit unserer Mitglieder. Wir sind zur Zeit 24 Mitglieder, davon 20 aktiv, und freuen uns auf neue "Gesichter". Was machen wir ? Außer den Schwerpunkten Workshops, Bildbesprech-ungen und Fotorallye, nehmen die internen Wettbewerbe und der jährlich auszurichtende FAM-Tag einen großen Raum ein. Um die interessanten, traditionellen Themen wie z.B. Landschaft, Tiere, Menschen usw. zu vertiefen und die neuen Entwicklungen in der Fotografie zu disku-tieren, werden spezielle Abende organisiert, die sich ausschließlich mit diesen Inhalten beschäftigen. Die Referenten kommen sowohl aus dem eigenen Club, aus anderen Vereinen des Rhein-Main-Gebietes als auch aus der Fotoszene von Industrie und Handel. Auch die Produktion von computergesteuerten Diaschauen mit Musik, Kommentar und Titeln in Überblendtechnik mit mehreren Projektoren, sind ein weiteres Betätigungsfeld einiger Mitglieder. Die Ergebnisse werden jedes Jahr am FAM-Tag vor-gestellt. Die Foto-Amateure sind mit diesen Werken auch zu Gast bei Vereinen, Wettbewerben und anderen Fotoclubs. Die Kontakte mit Fotofreunden aus der Region bringen einen regen Meinungs- und Wissensaustausch über die vielfältigen Möglichkeiten des Mediums Fotografie. Fotografie heißt auch Sammeln von visuellen Informationen für sich selbst und andere. Ein einziges Bild kann mehr sagen als tausend Worte. Es kann eine richtige Geschichte erzählen und bei dem Betrachter Freude, Leid, Entsetzen, Abscheu oder andere Gefühle auslösen. Dies ist unter anderem ein Grund, warum sich so viele Menschen mit diesem Medium beschäftigen. Es ist faszinierend und hat viele Facetten, angefangen bei der alltäglichen Erinnerungs-Fotografie über Fotojournalis-mus, Kunstfotografie, Porträt, Mode- und Industrie-fotografie, Fotografie in der Forschung, Reisefotografie usw. Auch die technischen Möglichkeiten verbessern sich laufend und helfen bei der Umsetzung der eigenen Ideen. Fotografie ist ein interessantes Hobby, besonders für Amateure. Um diese Hobby mit Gleichgesinnten zu teilen bietet es sich an, sich einer Fotogruppe anzuschließen, wo neben dem Erarbeiten von vielleicht unbekannten Techniken auch das Interesse für andere Themen, z.B. Schwarz-Weiß-Fotografie, geweckt wird. Natürlich hat die digitale Fotografie und die Bildbearbeiten mit Computer inzwischen einen großen Anteil. Eine eigene Club-Bücherei, verschiedene technische Geräte, wie z.B. eine komplette Studio-Blitzanlage und Dia-Projektoren, stehen allen Mitgliedern zur Verfügung. Top |
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